Engelstor

Seit zwei Jahren gibt es auf dem Petershagener Friedhof einen Ort, an dem Kinder, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt gestorben sind, beerdigt werden. In der Mitte eines gestalteten Kreises steht im Moment eine Rose, doch sie ist nur der Platzhalter für eine geplante Skulptur. Von Spenden und kommunaler Unterstützung finanziert, wird im Sommer dieses Jahres ein "Seelenhaus" oder auch "Trauerhaus" aus Ton dort seinen Platz finden. Gestaltet wird die an Märchen erinnernde Skulptur von der Schöneicher Künstlerin Ute Greiner-Nützmann. Weitere Spenden benötigen wir für die Öffentlichkeitsarbeit dieses Projektes. Die Kliniken in unserer Umgebung brauchen z.B. Informationsblätter, um Mütter im Todesfall ihres Kindes entsprechend beraten zu können.
In den letzten Jahren ist das Bewusstsein dafür gestiegen, dass jedes Kind, das nicht lebt, unabhängig von seinem Gewicht, beerdigt werden kann. Bisher gilt die 500 Gramm-Grenze. Sind die Kinder leichter, gibt es keine Bestattungspflicht. Die Trauer der Eltern ist aber unabhängig vom Gewicht ihrer Kinder. Daher werden auch die Kleinsten am Engelstor in den Schoß von Mutter Erde zurückgelegt.
Am Engelstor wird es mit dem Trauerhaus die Möglichkeit geben, auch Namen von Kindern sichtbar zu machen, die vor mehreren Jahren verstorben sind und die damals nicht beerdigt werden konnten. Ihren Kindern im Nachhinein einen Namen und einen Ort zu geben, stärkt die Eltern und hilft beim Heilungsprozess.
Wenden Sie sich gern an mich, wenn Sie mehr über diesen Ort der Erinnerung wissen möchten.
Thekla Knuth 
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