Kirche Eggersdorf

1333 Ersterwähnung Eggersdorf, es ist ein ursprünglich markgräfliches Dorf.
1672 Der Freiherr Otto von Schwerin bekommt die Herrschaft Altlandsberg mit den Dörfern, u.a. Eggersdorf, zu Lehen.
1708 Die königlich-preußische Regierung wird Patron der Kirche.
Höchstwahrscheinlich hat zum Ort von Anfang an eine Kirche mit der Pfarrstelle dazugehört.
1748 Bis zu diesem Jahr ist die Kirche ein einfaches Holzgebäude gewesen.
1766 Es folgt ein Neubau aus Fachwerk mit zwei Türen und mit Ziegeln eingedeckt: eine kleine Kirche mit Türmchen und einer Glocke.
1865 Am 14. Dezember fällt die Kirche einem von anderen Höfen übergreifendem Brand zum Opfer.
1869/70 Die heutige Kirche wird als massiver Klinkerbau im sogenannten Stülerstil „imposant und schön“ errichtet. Zur Kirche gehört ein westlich vorgelagerter Glockenturm, dessen Spitze ursprünglich ein nur gemauerter Turmhelm ist.
Die Einweihung findet am 5. Dezember 1870 statt (Deutsch–französischer Krieg).
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kirche nur zwei Glocken und noch keine Orgel.
1890 Aus der alten Friedrichsfelder Schloßkirche kann die erste Orgel beschafft werden.
1905 Als sich herausstellt, dass die Qualität der verwendeten Klinker mangelhaft ist, wird eine Eindeckung des Turmhelmes und des aufragenden Mauerwerkes mit Zinkblech erforderlich und erstmalig vorgenommen.
1937 Von der Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam wird eine neue Orgel in die Kirche eingebaut.
1945 Der Ausgang des 2.Weltkrieges fügt der Kirche beträchtlichen Schaden zu. Besonders die Fenster werden fast völlig zerstört.
1947 u. 1954 kann durch Einsätze der Jungen Gemeinde eine Notverglasung erreicht werden.
1957 Die Fenster werden von der Firma Lehmann aus Berlin mit einer Bleiverglasung versehen, dadurch wird die Kirche wieder uneingeschränkt nutzbar.
1962/63 Das Dach der Kirche wird mit Biberschwänzen neu gedeckt und der Innenraum der Kirche durchgreifend verändert. Die bisherigen Altar, Kanzel und Taufe sowie die längsseitigen Holzemporen wurden gänzlich herausgenommen bzw. durch Betonanfertigungen mit Holzverkleidungen (Kanzel) ersetzt. Ein neues Raumbewußtsein wird geschaffen.
1973 Dank der Spendenfreudigkeit der Gemeinde kann die dritte Orgel, wiederum von der Firma Schuke geschaffen werden.
1976 Sanierungsarbeiten am Dachstuhl und im Innenraum der Apsis müssen durchgeführt werden.
1987 Zur Abwehr von außen eindringender Regennässe wird das alte Dach durch ein neues Betonziegeldach ersetzt. Die Kehlbleche und Dachrinnen können gleichzeitig mit bestem Zinkblech, von der Partnergemeinde gespendet, erneuert werden. Das Trocknen des Mauerwerkes und des Innenraumes kann beginnen.
1989 Die Elektrofreileitung zur Kirche wird durch ein Erdkabel ersetzt.
1990/91 Umfassende Rekonstruktion des Kirchturmes zur Sicherung und
Wiederherstellung des Mauerwerkes durch
- erweiterte und vollständige Erneuerung der Zinkbedeckung mit Kugel und Kreuz an der Spitze
- verbesserte und stilgerechte Aufrichtung der schadhaft gewordenen Steinkreuze
- Beseitigung eines vertikalen Mauerrisses durch Abstämmen einer Turmecke und deren Neuaufmauerung
- Auswechselung der verwitterten Mauersteine
- Reinigung und Hydrophobierung aller Turmflächen
- Instandsetzung der Glockenaufhängungen und Installation der Blitzschutzanlage.
Die Apsis wird im Mauerwerk ausgebessert, die Regenwasserabführung erstmalig gesichert und das Dach mit einer neuen Schieferabdeckung versehen.
1995/96 Fortsetzung der Rekonstruktion bzgl. Kirchenschiff durch
- Elektrifizierung der Läuteanlage
- Reinigung und Hydrophobierung des Kirchenschiffes
- Isolierung der Fundamente gegen aufsteigende Erdfeuchtigkeit
- Sanierung der Holzteile im Dach- und Turmbereich
- Beseitigung der durch Feuchtigkeit entstandenen Putzschäden
- vollständige Aufnahme der Bodenziegel im Chorraum der Kirche und deren ebenmäßige Aufmauerung mit Einlage einer Fußbodenheizung
- Erneuerung der kompletten Elektroinstallation mit neuer Einspeisung, zentraler Schaltung, neuer Innen- und Außenbeleuchtung sowie einer neuen Bankheizung
- Auswechselung aller Fenster, Erneuerung der Bleiverglasung und künstlerische Gestaltung der 5 Apsisfenster als Blickfang und Meditationsbild
1997 Malermäßige Renovierung der ganzen Kirche sowohl der Holz- wie der Wandflächen Pflasterung des Weges und Neuanlage der Grünflächen
1998 Aufstellung und Enthüllung des Steines zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
2000 Das Oberteil des Taufsteines aus dem Jahre 1870, wird mit einem durch die Firma Dinter angefertigten Unterteil aus Holz, im Konfirmations-gottesdienst zu Pfingsten enthüllt.
Die Außenanstrahlung wird am 06. Dezember im Rahmen eines Orgel-konzertes in Betrieb genommen.

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