Andacht am Sonntag Lätare

Andacht am Sonntag Lätare

Liebe Schwestern und Brüder,

der Wochenspruch für den Monat März steht im Markusevangelium. Er ist ganz kurz. Er heißt:

„Jesus Christus spricht: Wachet!“.

Als ich über die Andacht für den heutigen Sonntag nachgedacht habe, dachte ich: „Was für ein treffendes Wort für diesen Sonntag.“

Im Markusevangelium steht dieses Jesus-Wort im Zusammenhang mit einer Mahnung Jesu, sich vom Ende der Welt nicht überraschen zu lassen. Die jungen christlichen Gemeinden lebten in der festen Überzeugung, dass Erde und Himmel bald vergehen würden und das Reich Gottes praktisch vor der Tür stünde. Sie wollten vorbereitet sein. Nicht schlafend davon überrascht werden. Und so fragten sie sich, ob es nicht Zeichen gäbe, woran man erkennen könne, dass es nun bald so weit sei. Sie waren überzeugt, noch zu ihren Lebzeiten würden sie alle das Ende dieser Welt erleben.

Als dann die ersten Christen eines natürlichen Todes starben und das Ende der Welt ausblieb, führte das zu großen Zweifeln und auch zu Verzweiflung. Hatten sie sich geirrt? Wie lange sollten sie denn noch warten? Wo bliebe denn nun das versprochene und ersehnte Reich Gottes, in dem Frieden herrscht und Gerechtigkeit?

Liebe Gemeinde, auch ich frage mich manchmal, wie die biblischen Ankündigungen vom Ende der Welt zu verstehen sind. Und manchmal frage ich mich, warum wir denn so lange darauf warten müssen.

Manche Menschen schauen, wie die Jünger damals, aus nach Zeichen, die und warnen sollen. Erdbeben werden so gedeutet. Der Klimawandel wird als Zeichen gesehen. Oder auch der neue Virus, den wir Corona nennen. Ich aber glaube, dass wir die Bibel so nicht lesen sollen.

Für mich bedeutet die Aufforderung zur Wachsamkeit etwas anderes.

Wachsam sein, bedeutet für mich, auf meine Mitmenschen zu achten. Gerade jetzt in diesen Krisenzeiten achtsam zu sein. Wer braucht mich? Wie kann ich für andere da sein, ohne deren Gesundheit zu gefährden.

Wachsam zu sein, bedeutet für mich, meine Ängste anzusehen. Wovor fürchte ich mich? Wo handle ich irrational aus Angst? Ich bringe meine Ängste vor Gott. Ich bete mehr als in anderen Zeiten. Ich vertraue auf die Kraft des Gebetes.

Wachsam sein bedeutet für mich, dankbar zu sein. Ich habe alles, was ich brauche: ein Dach über dem Kopf, ein Gehalt am Ende des Monats auf meinem Konto, eine Arztpraxis in der Nähe, an die ich mich wenden kann, wenn ich mich krank fühle. Ich kann meine Liebsten anrufen und Briefe schreiben, wenn ich mich einsam fühle.

Und wie viele Menschen haben das nicht. Sie müssen um ihre Existenz fürchten, weil ihre Aufträge ausbleiben, ihr Laden geschlossen wird. Ich denke an die Menschen in den Flüchtlingslagern und wage gar nicht daran zu denken, was passieren könnte, wenn sie sich infizieren. Ich denke an die Hochbetagten unter uns. Ich denke an die Menschen, deren geplante Operationen abgesagt werden müssen, und die nun um ihr Leben fürchten. Ich denke an die alleinerziehenden Mütter, die nicht wissen, wer ihre Kinder betreuen soll, wenn sie arbeiten gehen müssen.

Dagegen sind die Einschränkungen, mit denen ich leben muss, wirklich belanglos.

Wachsam zu sein, bedeutet in diesen Tagen für mich, achtsam zu sein. Auf mich selbst zu achten, damit die Ängste nicht überhandnehmen. Vor allem aber darauf zu achten, was meine Nächsten brauchen. Meine Nachbarn, unser Dorf, unsere Gesellschaft.

Und ich bin sicher, Gott gibt uns die Kraft und die Geistesgegenwart dazu. Er wird uns behüten. Darauf vertraue ich. Amen

Gebet

Gott, du Hüter unseres Lebens, wir bitten dich:

Wache über uns, wie eine Mutter ihre Kinder behütet.

Sei bei denen, die deinen Schutz besonders nötig haben:

bei den Alten und Kranken,

bei denen, die in Isolation und Quarantäne leben müssen,

bei denen die sich Sorgen um ihre Existenz machen müssen.

Sei bei denen, die das öffentliche Leben aufrechterhalten

den Verkäuferinnen, den Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten,

den Busfahrern, den Postboten.

Wir bitten dich, sei bei uns mit deinem Schutz und Segen.

Amen

Bleiben Sei gesund und behütet! Es grüßt Sie

Ihre Pfarrerin Barbara Killat

AKTUELL:

Andacht zum Sonntag, 29.03. HIER

Andacht zum Sonntag, 22.03. HIER


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